In dieser Beitragsreihe möchte ich dich über fatale Finanzfehler aufklären, damit du sie nicht selbst begehst und so mehr von deinem ersparten Geld hast. Im dritten Part geht es um die Fehler 11 – 15.

Falls du die ersten Teile dieser Reihe verpasst hast, gelangst du hier zu den fatalen Finanzfehlern Part 1 und Part 2.

11. Du schiebst deine Altersvorsorge auf

Es ist nur verständlich: als junger Mensch strotzt man nur so vor Kraft und Tatendrang. Du hast noch dein ganzes Leben vor dir und bis zur Rente ist es sowieso noch ewig hin. Bis dahin wirst du noch sehr viel Geld verdienen. Das stimmt auch alles so weit, allerdings vergisst du drei wichtige Dinge. Erstens kann dir Krankheit einen großen Strich durch die Rechnung machen (ich hoffe, dass dir das nicht passiert), welches dein Einkommen doch massiv einschränken kann. Zweitens wird immer gesagt, dass man im Alter weniger Geld benötigt. Ich sehe das anders, denn Gesundheitskosten steigen doch rapide im Alter und durch mehr Freizeit in der Rente hat man mehr Zeit um Geld auszugeben. Und zum dritten solltest du dir auf keinen Fall den Zinseszins-Effekt entgehen lassen. Je früher du anfängst für/in deine Altersvorsorge zu sparen/zu investieren, desto besser.

Also merke: Starte deine Altersvorsorge genau jetzt! Keine Ausreden. Bestimme was du monatlich zurücklegen kannst und leg los. Aber bitte nicht das erstbeste Vorsorge-Produkt kaufen. Eine mögliche Strategie ist das Anlegen mit ETFs.

12. Du verstehst deine Finanzprodukte nicht

Investiere nie in ein Geschäft, welches du nicht verstehst.

Dieses Zitat stammt von Warren Buffett und könnte es nicht besser treffen. Obwohl es sich eigentlich auf Aktien-Investments bezieht, kann man es auf alle Finanzinstrumente anwenden. Ein ausgewogener Vermögensaufbau setzt eine gute Zusammenstellung der einzelnen Positionen (Stichwort Diversifikation) voraus. Eine gute Zusammenstellung ist dann erreicht, wenn sich durch die Portfolio-Zusammenstellung ein besseres Chance-zu-Risiko-Verhältnis ergibt. Und dieses kann man nur erreichen, wenn man sich der Vor- und Nachteile bzw. Stärken und Schwächen sowie der Limitierungen und Risiken der einzelnen Positionen bewusst ist. Die Frage ist: wo gibt es Synergien und wo verstärken sich potentielle Risiken.

Also merke: Verstehe in was du dein Geld investierst, um keine unschönen Überraschungen zu erleben.

13. Du achtest nicht auf die Kosten

Die Kosten sind ein wichtiges Kriterium bei der Produktauswahl (wenn auch nicht das wichtigste). Dennoch haben die Kosten einen enormen Einfluss auf den Erfolg deines Vermögensaufbaus. Je höher die Kosten sind, desto weniger Rendite springt natürlich für dich raus. Kosten beschränkt sich jetzt hier nicht allein auf die sichtbaren Kosten, wie z.B. die TER (Total Expense Ratio) von Fonds/ETFs und Kauf- bzw. Verkaufskosten, sondern auch auf versteckte Kosten wie Provisionen, Erfolgsgebühren etc. Eben genau diese Kostenpunkte sind der Grund, warum der passive Vermögensaufbau mittels ETFs in den meisten Fällen dem Vermögensaufbau durch aktiv gemanagte Fonds überlegen ist.

Also merke: Halte die Kosten deines Vermögensaufbau so niedrig wie möglich.

14. Du bist über- bzw. unterversichert

Versicherungen können mitunter sehr komplex sein. Man kann so gut wie alles versichern, es stellt sich nur die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist. Generell ist der primäre Sinn einer Versicherung die Existenzabsicherung. Also sie soll dich vor dem finanziellen Ruin bewahren. Dementsprechend fallen schonmal alle exotischen Versicherungen wie Glasversicherungen oder Handydiebstahlversicherungen raus. Hast du solche Versicherungen, bist du überversichert und wirfst womöglich unnötig sehr viel Geld aus dem Fenster. Sinnvolle Versicherungen sind z.B. die Berufsunfähigkeitsversicherung und die private Haftpflichtversicherung. Wirst du berufsunfähig oder verursachst einen Personenschaden, kann es schonmal in den 6- bis 7-stelligen Euro-Bereich gehen. Hier schützt dich deine Versicherung. Wenn du mehr über Versicherungen erfahren willst, schau auf diesen Beitrag.

Also merke: Versichere dich deinem Lebensstandard entsprechend. Schütze dich vor dem finanziellen Ruin, aber auch nicht mehr.

15. Du kümmerst dich nicht um deine Steuererklärung

Das leidige alljährliche Thema. Keiner hat Lust darauf, aber es lohnt sich sehr oft. Wer keine Steuererklärung schreibt, schenkt dem Staat Geld! Wer noch keine Ahnung hat, kann sich einen Steuerberater oder eine entsprechende Steuer-Software zulegen. Diese können sogar im nächsten Jahr von der Steuer abgesetzt werden. Durch diese Beratung kannst du sehr einfach bares Geld vom Staat zurückfordern.

Also merke:  Investiere etwas Zeit in deine Steuererklärung. Es lohnt sich allemal!


Ich hoffe ich konnte dir helfen einige dieser Fehler zu vermeiden. Fallen dir noch weitere Fehler ein? Dann schreib mir über das Kontaktformular oder lass mir einen Kommentar da. Vielen Dank!

Martin
Autor

Schreibe einen Kommentar